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Samstag, 12. Mai 2012

Interview zum Thema Massively Multiplayer Online Role-Playing Game


Spiele die man mit vielen Spielern über das Internet spielt bezeichnet man als MMORPG. Mit den selbsterstelten Avatar kann man in eine fremde Rolle schlüpfen und mit anderen Menschen über das Spiel interagieren. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Massively_Multiplayer_Online_Role-Playing_Game)

Ich selbst habe keine Erfahrungen mit solchen Spielen. Deshalb habe ich jemanden für ein Interview gefunden, der mit etwas über die Besonderheiten dieser Art der Freizeitbeschäftigung erzählen kann.

"Du verbringst viel Zeit mit MMORPG-Spielen. Über welches Rollenspiel möchtest du uns heute berichten?"

Gamer: "Herr der Ringe online."

"Kann man in den Spiel etwas selbst gestalten? Gibt es User Generated Content?"

Gamer: "Jeder Spieler hat einen eigenen Avatar, den man in Namen, Aussehen und Fähigkeiten selbstgestalten kann. Man kann zwar Häuser und Einrichtungsgegenstände kaufen, aber selbstgestalten eher weniger."

"Wie interagieren die Spieler miteinander? Wie erfolgt die Kommunikation zwischen den Spielern?"

Gamer: "Wenn jemand anderes zeitgleich Spielt kann man ihm im Spiel begegnen. Man sieht ihn zum Beispiel herumlaufen und kann ihn dann ansprechen bzw. anschreiben. Es gibt bestimmte Aktionen die man ausführen kann z. B. winken, drohen, tanzen. Auch kann man eingreifen oder andere um Hilfe bitten wenn ein Kampf stattfindet. Es gibt Quests die man alleine und welche die in der Gruppe erledigen muss. Außerdem gibt es ein öffentliches Chatfenster und Auktionshäuser in denen man Gegenstände an andere verkaufen kann."

"Ist es möglich Gruppen zu bilden oder sich zu organisieren?"

Gamer: "Ja, man kann Gruppen sogenannte „Clans“ gründen oder beitreten. Wenn man ein Mitglied des eigenen Clans sieht, der Hilfe benötigt, fühlt man sich verpflichtet diesen auch zu helfen. Am Anfang des Spiels konnte man Charaktereigenschaften wählen je nachdem hatte man Eigenschaften z.B. Kampffähigkeiten die in einer Gruppe oder für Einzelspieler von Vorteil sind."


"Du verbringst am Tag viele Stunden mit online Spielen wie Herr der Ringe online. Was macht das Spiel besonders unterhaltsam? Was motiviert dich dieses Spiel weiterzuspielen?"

Gamer: "Da ich schon immer gerne Rollenspiel gespielt habe, hat es gleich mein Interesse geweckt. Und dann war das Spiel auch noch kostenlos. Besonders die Storyline und die Nebenquest hielten den Spannungsbogen, da man ständig neue Herausforderungen zu erledigen hatte. Dein Charakter musste ständig weiterentwickelt werden dazu musste man bessere Gegenstände kaufen oder getauscht werden dazu brauchte man virtuelles Geld, dieses konnte man wiederum nur durch das Erledigen von Aufgaben bekommen. Sicher wird mir jeder Herr-der-Ringe-Fan zustimmen, dass die von den Filmen bekannten Figuren und Orte einfach perfekt umgesetzt wurden."

"Die Motivation neue Herausforderungen zu erleben war also ständig gegeben. Hattest du das Bedürfnis der Beste zu sein?"

Gamer: "Nein, ich wusste von Anfang an, das ich es nie erreichen würde der Beste zu sein, denn es gibt so viele Freaks bei solchen Spielen. Aber ich wollte der beste von meinen Freunden sein."

"Du hast gesagt das Grundspiel war kostenlos. Gab es auch bestimmte Dinge die man nur mit echtem Geld bekommen kann? Hast du bei MMORPGs jemals etwas bezahlt?"

Gamer: "Ich persönlich finde, dass dadurch das Spiel kaputt gemacht wird. Weil du trainierst und verbringst viele Zeit, damit dein Charakter besser wird und ein anderer kauft sich einfach neue Gegenstände und ist dadurch viel besser. Also er tut letztendlich viel weniger und investiert auch weniger Zeit."

Sonntag, 6. Mai 2012

Warum sind Social Games so erfolgreich? - Das Selbstexperiment

Was macht Social Games so erfolgreich? ... Seit einiger Zeit kann man eine interessante Entwicklung im den Sozialen Netzwerken feststellen. Auch meine Facebook-News-Fenster füllt sich mehr und mehr mit Spielanfragen "Dein Freund braucht Schrauben um seinen Grill aufzubauen" oder "Klicke um deinen Freund Benzin für den nächsten Flug zu schenken". Was bewegt Menschen solche offensichtlichen Werbungen für Spiele zu teilen? Warum verbreitet sich diese Art der Freizeitbeschäftigung wie ein Lauffeuer über meine Freundesliste? Und warum klicken wir immer und immer wieder auf solche Links um unseren Freunden aus vermeintlichen Notlagen (wie z. B. den Kühlschrank zu reparieren oder jemanden zum Fische fangen eine Angel benötigt) zu helfen? Und warum sind viele bereit für ein solches Spiel echtes Geld auszugeben?

Nachdem ich im Selbstexperiment mehrere Tage Sims Social gespiel habe ist mir einiges klar geworden. Man entwickelt eine Art verantwortungsgefühl seine Freunden gegenüber. Man möchte das diese im Spiel weiterkommen, deshalb klickt man immer wieder aus solche Links und natürlich auch aus dem ganz eigennützigen Grund, dass man im Gegenzug auch seine Freunde verpflichten will auf seine eigenen Links zu klicken.

Im Spiel selbst benötigt man regelmäßig neue "Gegenstände" um neue Fähigkeiten zu erlernen oder neue Dinge freizuschalten. Viele dieser Gegenstände kann man nur dadurch erlangen, dass jemand auf den eigenen geteilten Link klickt. Es ist wohl die Zielstrebigkeit der Spieler, die sie immer und immer wieder dazu ermuntert harmlose Facebook-User mit Spielanfragen zu bombardieren. Denn wirbt man einen neuen Spieler wird man meist mit Dingen belohnt die man ansonsten nur gegen echtem Geld bekommen würde.

Ein weiterer Grund wird wohl sein, dass man auf Facebook nur mit seinen echten Freunden spielen kann. Natürlich möchte man besser sein als die eigenen Freunde. Dies kann man erreichen indem man einfach mehr Zeit mit dem Spiel verbringt oder indem man Geld investiert.

Natürlich spielt bei Sims Social auch die Brücke zwischen Realität und Traumwelt eine große Rolle. Man kann sich eine eigene Welt aufbauen und interagiert gleichzeitig mit den echten Freunden. Aus meinem Selbstexperiment heraus kann ich sagen, dass man mit Freunden mit denen man sich im wahren Leben gute versteht auch in Sims mehr interagiert. Leute die man im echten Leben eher meindet mit denen will man auch im Spiel nichts zu tun haben oder fügt sie erst garnicht zum Spiel hinzu.

Neulich habe ich einen Bekannten gefragt: "Warum spielst du FarmVille?"
Die Antwort die ich bekam war einfach: "Weil alle das spielen!"

Ein humorvollen Vortrag zu diesem Theam findet man hier: 
www.ted.com/talks/jesse_schell_when_games_invade_real_life.html


Dienstag, 24. April 2012

Social Network Games

Social Games im Allgemeinen sind Spiele bei denen man mit anderen Menschen (meist Freunde) über das Internet spielt. Einige dieser Social Games habe ich mir etwas genauer angeschaut:

Sims Social
Spielt man das erste Mal Sims Social ist man wahrscheinlich etwas mit den geballten Möglichkeiten die das Spiel bietet überfordert. Zuerst muss man einen eigenen Avatar erstellen. Hierbei kann man sich zwischen verschiedenen Gesichtsformen, Frisuren, Hautfarben, Schuhen, Klamotten … entscheiden wie man gerne aussehen möchte. Es gibt wirklich eine riesen Auswahl seinen Avatar zu gestalten sogar Kleinigkeiten wie Sommersprossen kann man auswählen. Der nächste Schritt ist sein eigenes Haus zu bauen und einzurichten. Danach folgen Dinge wie in den Urlaub fahren, Fähigkeiten erlernen, einen Job finden und natürlich Geld zu verdienen um sich all die schönen Dinge leisten zu können. Aber das interessteste ist immer noch die Interaktion mit den Facebookfreunden. Hier ist es möglich seine Freunde in ihren eigenen vier Wänden zu besuchen und diese auch zu sich nach Hause einzuladen. Solche Beziehungen müssen natürlich regelmäßig gepflegt werden, sonst geht der Beziehungsstatus ganz schnell in den Keller.

Fazit: Ein abwechslungsreiches Spiel mit vielen Möglichkeiten zur Erweiterung. Allerdings macht dieses Spiel – wie die meisten Social Games – nur Spaß wenn man auch genügend Mitspieler finden kann.

Airport City
Bei diesem Social Network Game kann man seinen eigenen Flughafen aufbauen. Neben den Flughafen ist es möglich eine kleine Stadt zu errichten, die Passagiere „produziert“. Diese Passagiere kann man in verschiedene Länder befördern Dies bringt wiederum Geld das man zur Flughafenerweiterung nutzen kann. Hat man allerdings wenige Freunde die mit einem spielen wird der Spielspaß ziemlich schnell gedämpft, weil man bestimmte Objekte nicht freischalten kann und somit das weiterspielen nur noch beschränkt möglich ist.

Fazit: Ein eher einfaches Spiel, dass schnell an Spaß verliert.